PfadnavigationHomeSportKritik an RB„Die Deutschen lieben Red Bull – nur nicht im Fußball“, sagt Jürgen KloppVeröffentlicht am 30.09.2025Lesedauer: 3 MinutenJürgen Klopp Mitte Juni bei einem exklusiven Interviewtermin mit WELT AM SONNTAGQuelle: Niels Starnick/BILDSeit Januar arbeitet Jürgen Klopp für Red Bull. Abermals hat er nun betont, nicht mehr als Trainer arbeiten zu wollen – und erzählt, welchen Einfluss er bei Transfers hat. Seinem Arbeitgeber gegenüber sieht der 58-Jährige eine gespaltene Liebe der Deutschen.Im Verlauf des Montags war es, als Meldungen auftauchten, wonach Al-Ittihad, ein Klub aus der Saudi Pro League, Jürgen Klopp als einen seiner Trainer-Kandidaten auserkoren haben soll. Zumindest berichteten Medien aus Saudi-Arabien darüber sowie der italienische Transferexperte Rudy Galetti. Al-Ittihad hatte sich unlängst von Laurant Blanc getrennt.Dass Jürgen Klopp, der seit 1. Januar „Head of Global Soccer“ bei Red Bull arbeitet, aber wieder auf die Trainerbank zurückkehrt, ist nahezu ausgeschlossen. Eigentlich. „Man weiß ja nie. Ich bin 58. Wenn ich mit 65 wieder anfangen würde, würden alle sagen: ‚Du hast gesagt, du würdest das nie wieder machen!‘“, sagte er in einem Interview mit „The Athletic“. Aber im Moment meine er es zu „100 Prozent“ so: Der Trainer Klopp ist Geschichte.Lesen Sie auchDer 58-Jährige hatte im Juni 2024 nach neun Jahren als Teammanager des FC Liverpool aufgehört, davor war er jahrelang Trainer bei Borussia Dortmund und dem 1. FSV Mainz 05. Er genieße, bestätigte er einmal mehr, seine neuen Freiheiten. „In 25 Jahren war ich viermal im Kino – jeweils in den letzten acht Wochen. Es ist schön, dass ich das jetzt tun kann.“ Sein Leben als Trainer vermisse er nicht mal im Ansatz.Groß war die Kritik, als im Herbst 2024 publik wurde, dass Klopp künftig für Red Bull arbeiten würde. Überrascht war er davon nicht. „Ich bin Deutscher. Ich weiß, was die Menschen in Deutschland über das Engagement von Red Bull im Fußball denken“, sagte er in dem Gespräch: „Sie lieben Red Bull. In allen Bereichen. Aber im Fußball? Nein.“ Aber jeder könne denken, was er wolle. „Lustigerweise waren die Reaktionen nur in Deutschland so.“ In Liverpool, fügte er an, seien die Leute eher „überglücklich, dass ich das tue, was ich tue, weil ich keine andere Mannschaft trainiere“.Lesen Sie auchUnter anderem wirkte Klopp in seiner neuen Rolle auch bei den Transferfenstern mit, die RB Leipzig und Ligue-1-Aufsteiger FC Paris gerade hinter sich haben. „Ich war an vielen Transfers beteiligt“, sagte er. Dazu hätten auch Telefonate mit den Spielern selbst gehört, jedoch nicht nur. „Ich möchte, wenn nötig, der Notruf der Trainer oder Sportdirektoren sein, der Mann, den sie anrufen, wenn sie nicht wissen, an wen sie sich wenden sollen.“Lesen Sie auchIn dem aktuellen Interview ließ Klopp erneut durchblicken, wie kritisch er die zunehmende Belastung für die Top-Spieler sieht. In einem exklusiven Interview Mitte Juni in WELT AM SONNTAG hatte er die Klub-WM bereits als „schlechteste Idee, die jemals umgesetzt wurde“ bezeichnet. Angesprochen auf die neueste Idee des Weltverbandes Fifa, die WM 2030 auf 64 Mannschaften aufzustocken, sagte Klopp: „Ich habe es gesehen und gedacht: Oh nein, damit will ich nichts zu tun haben. Was auch immer ich sage, ich kann es genauso gut meiner Mikrowelle erzählen. Es hat genau denselben Effekt.“Sein Vorschlag mit Blick auf die Zukunft bleibt unverändert: „Warum setzen wir uns nicht alle zusammen an einen Tisch und sagen den Spielern, dass sie acht Wochen Urlaub pro Jahr haben könnten? Können wir darüber reden, wie? Versuchen wir es doch mal!“ Er würde zumindest nicht ausschließen, dass Trainer und Spieler im Spitzenfußball im Gegenzug auf Geld verzichten würden. „Wenn man mit mir gesprochen hätte, dann auf jeden Fall.“LaGa
Jürgen Klopp: „Die Deutschen lieben Red Bull – nur nicht im Fußball“ - WELT
Seit Januar arbeitet Jürgen Klopp für Red Bull. Abermals hat er nun betont, nicht mehr als Trainer arbeiten zu wollen – und erzählt, welchen Einfluss er bei Transfers hat. Seinem Arbeitgeber gegenüber sieht der 58-Jährige eine gespaltene Liebe der Deutschen.











