Die Tränen, die Diego Pablo Simeone nach dem 5:2-Sieg im Madrider Derby vom Samstag vergoss, mögen getrocknet sein. Aber sie sind nicht vergessen. Zu offensichtlich war, wie viel Druck vom argentinischen Trainer des Club Atlético de Madrid abgefallen war, als seine Mannschaft dem Ortsrivalen Real Madrid die heftigste Niederlage seit Jahrzehnten beigefügt hatte. Gerade noch rechtzeitig, wenn man so will – drei Tage vor der Visite von Eintracht Frankfurt in der Champions League am Dienstag (21 Uhr, Dazn).
Denn der Chor derer, die da meinen, der seit dem 23. Dezember 2011 amtierende Simeone, genannt „El Cholo“, sei schon viel zu lang bei Atlético, war in den vergangenen Monaten immer stärker angeschwollen. Zu defensiv und hasenfüßig sei sein Fußball, immer schon gewesen, es reicht, das war der Tenor von gar nicht mal so wenigen „Anti-Cholistas“. Nun der Triumph, die Tränen, die erneuerte Gewissheit, dass Simeone, 55, den Klub auf ein neues, vor ihm lange ungekanntes Wettbewerbslevel gehoben hat. Am Montag verkündete Marca, die Nachrichten vom angeblichen Exitus Simeones seien mal wieder verfrüht gewesen: „Ihr könnt die Lichter der Aussegnungshalle vorerst wieder ausschalten.“
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