Die Naturschutz-Ziele der Staatsregierung sind sehr ehrgeizig. So soll bis 2030 ein bayernweiter Biotop-Verbund eingerichtet werden, der 15 Prozent des Agrar- und sonstigen Offenlands im Freistaat umfasst. Im Rahmen des Streuobstpakts sollen bis 2035 eine Million neue Obstbäume gepflanzt werden. Und bis 2045, so haben es Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Umweltminister Thorsten Glauber (FW) und Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) versprochen, sollen 55 000 Hektar Moore renaturiert werden, das ist eine Fläche so groß wie 77 000 Fußballfelder.

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Inzwischen geht nicht nur bei den Naturschützern die Furcht um, dass die Staatsregierung sich von diesen Zielen verabschiedet. Sondern auch in den ländlichen Gemeinden, bei den Landschaftspflegeverbänden (LPV) und vielen Bauern. Der Grund sind die Einsparungen im Naturschutz, die Umweltminister Glauber schon seit einiger Zeit für den neuen Doppelhaushalt 2026/27 ankündigt. Sollte es tatsächlich dazu kommen, „drohen nicht nur Rückschritte im Naturschutz“, sagt jetzt der Präsident des bayerischen Gemeindetags, Uwe Brandl (CSU). „Sondern außerdem eine nicht mehr tragbare finanzielle Mehrbelastung der Gemeinden.“