Mit der Zielvorgabe, etwas bis zum Jahr 2040 zu schaffen, haben sich schon ganz andere verhoben. Die Staatsregierung zum Beispiel will ja bis dahin ein klimaneutrales Bayern schaffen, irgendwie, vielleicht auch nicht, aber trotzdem schon, auf jeden Fall ein bisschen. Jetzt nimmt sich ausgerechnet die Grüne Jugend in Augsburg Zeithorizonte der CSU zum Vorbild, und der Hintergrund ist „wegweisend“, wie es in einer Pressemitteilung heißt: Die Grüne Jugend will die Tierhaltung in Augsburg bis 2040 beenden, den Zoo schließen und das Gelände stattdessen in eine moderne Bildungseinrichtung für Tier- und Naturschutz verwandeln.

Das dürfte in etwa genauso realistisch werden wie die Klimaneutralität. Unabhängig davon, dass der Augsburger Zoo ja eine moderne Bildungseinrichtung für Tier- und Naturschutz ist. Die Grüne Jugend jedoch erkennt darin ein „Relikt des 19. Jahrhunderts“. Der direkte Schutz natürlicher Lebensräume, argumentieren die Nachwuchspolitiker, wäre effektiver, als Wildtiere gefangenzuhalten. Der Wechsel in der Geschäftsführung im nächsten Jahr sei ein geeigneter Zeitpunkt für den Anfang vom Ende des Zoos.

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