Der Besuch des deutschen Außenministers Johann Wadephul bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen war geprägt vom Wahlkampf. Deutschland will 2027 und 2028 als nichtständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat sitzen, die Mitbewerber sind Portugal und Österreich. Abgestimmt wird im Juni 2026, das ist nicht mehr lange hin, Wadephuls Bemühungen waren daher eminent wichtig. Normalerweise ist das eine Formsache: Ungefähr alle acht Jahre bewirbt sich Deutschland um einen Sitz im Rat, und in der Regel erhält Deutschland dann auch einen Sitz, nicht zuletzt, weil es einer der größten Beitragszahler der UN ist – wenn man freiwillige Zahlungen für Hilfsprogramme und Friedensmissionen einrechnet sogar der zweitgrößte. Diesmal ist die Sache jedoch nicht so klar, was an der deutschen Haltung zum israelischen Vorgehen im Gazastreifen liegt.
UN: Dieses Mal wird es spannend, ob es Deutschland in den Sicherheitsrat schafft
Deutschland ist einer der großen Beitragszahler an die UN – ist damit die Wahl ins wichtigste UN-Gremium nur Formsache? Nicht ganz.







