Michael Roth saß 27 Jahre lang im Bundestag, fast sein halbes Leben lang. Dann kam der Abschied. Er war schwer. Roth war die Politik fremd geworden, aber auch seine Partei, die SPD. Oft war er angeeckt, doch mit seinem vehementen Einsatz für die Ukraine erzürnte er viele erst so richtig. Sein Fraktionschef Rolf Mützenich grüßte ihn nicht mehr – ausgerechnet Mützenich, der sonst jeden grüßte. So erinnert sich Roth in einem Buch, das gerade erschienen ist. Es ist keine Abrechnung, sondern eine Chronik der Zermürbung. Der Titel: „Zonen der Angst“.