Die Sprachwissenschaft bringt es mit sich, dass sie ihren Gegenstand nicht fixieren, ihn kaum einmal einholen, ihn im Grunde nur beschreiben, inventarisieren kann. „Der“ oder auch nur einer Sprache eine Theorie überzustülpen, wie dies Noam Chomsky mit seiner generativen Transformationsgrammatik und den Postulaten eines Spracherwerbsmechanismus und der Binarität von Oberflächen- und Tiefenstruktur seit den Fünfzigerjahren auf folgenreiche, aber zu sehr am Computerdenken ausgerichtete und sich schließlich im Abstrakten verlierende Art und Weise tat, wird sie letztlich verfehlen. Sprachwissenschaft muss, wenn sie zu haltbaren Einsichten kommen will, empirisch, deskriptiv und, methodologisch, integral bleiben – und hat auch dann noch gut zu tun.
Sprachwissenschaftler Peter Eisenberg gestorben
Zeichen, Wörter und Sätze kommen nicht aus dem Reformhaus. Man sollte sich gut überlegen, ob man an ihnen herumbessert: Das hat der Sprachwissenschaftler Peter Eisenberg gelehrt. Nun ist er im Alter von 85 Jahren gestorben.






