Zu den größten Rätseln in dem ereignisreichen Leben Georg Stefan Trollers zählt der Umstand, dass die deutschen Fernsehzuschauer in den Sechziger- und Siebzigerjahren so wenige Fragen an ihn selbst richteten. Dabei war er einer der beliebtesten Reporter seiner Zeit. Wo kam die impressionistische Leichtigkeit her, mit der Troller von 1962 an in seinem „Pariser Journal“ Persönlichkeiten, Straßen und Orte der französischen Hauptstadt einfing? Noch erstaunlicher war aus heutiger Sicht, dass Troller mit seinen philosophischen Fragen und seinen Simultanübersetzungen, die meist eher Nachdichtungen glichen, von Anfang an ein Quotenliebling war – entgegen allen Unkenrufen.