Für das kommende Jahr hat das französische Kulturministerium ein „Bicentenaire de la Photographie“ ausgerufen. Landesweit gefeiert werden soll im ganz großen Stil der 200. Jahrestag der Fotografie. Zwar lässt sich für ein solches Jubiläum weder ein konkretes Datum benennen noch ein einzelner Erfinder namhaft machen, doch die französische Kulturpolitik zeigt sich von solchen Feinheiten nicht weiter beeindruckt. 2026 werden die Forschungen von Nicéphore Niépce im Mittelpunkt stehen, einem pensionierten Armee-Offizier aus Chalon-sur-Saône, der seinen Ruhestand im Lauf der 1820er Jahre nutzbringend einzusetzen verstand. So experimentierte er, wenn auch erfolglos, mit einem Perpetuum mobile und arbeitete, mit größerem Ertrag, an einem Verbrennungsmotor. Vor allem aber interessierte sich Niépce für eine Methode zur preiswerten Vervielfältigung von Druckgrafiken. Dafür verwendete er lichtempfindliche Substanzen.