„Ein Prosit der Gemütlichkeit“, die „Krüge hoch“, alle 20 Minuten anstoßen und wieder ein Schluck Bier. Nach der Mass im Bierzelt dann Wein und vielleicht noch einen Absacker. Auf dem Oktoberfest wird viel Alkohol getrunken. Kein Wunder, dass viele Menschen am Morgen nach ihrem Wiesn-Besuch mit einem Kater aufwachen.
„Nur fünf bis 20 Prozent der Menschen bleiben von einem Kater verschont“, sagt Florian Eyer, Leiter der Abteilung für Klinische Toxikologie am Klinikum Rechts der Isar. Denn wie stark sich der Kater auswirke, sei individuell sehr unterschiedlich, hänge von der Konstitution des Einzelnen ab und auch von genetischen Veranlagungen. Männer verstoffwechselten Alkohol schneller als Frauen. Eine amerikanische Studie belegt auch, dass Menschen mit einer Mutation des Enzyms Aldehyddehydrogenase 2 (ALDH-2), das dem Körper hilft, Alkohol abzubauen, einen stärkeren Kater bekommen.
Alkohol ist ein Zellgift und wirkt toxisch: Florian Eyer, Leiter der klinischen Toxikologie am TUM-Klinikum Rechts der Isar.
(Foto: Florian Peljak)
Aber was passiert eigentlich bei einem Kater, der etwa acht bis zehn Stunden nach dem letzten alkoholischen Getränk beginnt – dann, wenn der Blutalkohol gegen null geht? Florian Eyer erklärt Ablauf und Zusammenhänge, die bei einem Kater eine Rolle spielen können.









