Schnittwunden, Sturzverletzungen, Kreislaufkollaps oder Menschen mit viel Promille im Blut – Philip Kampmann hat schon viel gesehen. Er ist Chefarzt des Sanitätszentrums auf der Wiesn. Seit Jahren ist der Allgemein- und Notfallmediziner 16 Tage lang der medizinische Ansprechpartner in der kleinen, hochmodernen Klinik am Rande der Theresienwiese.

Dass die Menschen gesund über die Wiesn kommen, ist ihm sehr wichtig. Dafür kann man als Besucher auch selbst etwas tun. Schon bevor das Oktoberfest überhaupt losgeht. Etwa täglich 80 bis 100 Milligramm Vitamin C nehmen. Das stärkt laut Kampmann die Immunabwehr. Und wenn es dann auf die Wiesn geht: „Bitte die richtigen Schuhe anziehen!“

Bloß keine Ballerinas: Philip Kampmann, Chefarzt des Sanitätszentrums auf der Wiesn, weiß aus Erfahrung, dass sehr häufig Fußverletzungen behandelt werden müssen.

(Foto: Florian Peljak)

„Schönheit und Aussehen spielen bei der Wiesn natürlich eine große Rolle, aber offene Sandaletten, Ballerinas oder sogar Flipflops sind einfach gefährlich“, sagt der Arzt. Auch hohe Schuhe bergen ein Unfallrisiko. Man könne leichter umknicken. Sehr viele Besucher, vorwiegend Frauen, kämen mit Schnittverletzungen am Fuß ins Sanitätszentrum. Nicht nur in den Festzelten, auch auf den Wegen lägen viele Scherben. Ob gebrochene Masskrüge, Gläser oder spitze Gegenstände – festes Schuhwerk schütze einfach vor diesen Verletzungen.