Es ist nur eine kleine Rolle, doch Bill Murray ist als Gott im Himmel – mit Rauschebart, lockigen Haaren und wallender Robe – einfach unschlagbar. Nur wenige Monate vor seinem 75. Geburtstag am 21. September hatte Murray in «Der phönizische Meisterstreich» von Regisseur Wes Anderson einen göttlichen Auftritt. In dem Ende Mai angelaufenen Film mischt er neben Stars wie Benicio del Toro, Tom Hanks, Scarlett Johansson oder Benedict Cumberbatch mit.In zehn von Andersons zwölf Filmen hat der Hollywood-Witzbold mitgewirkt, darunter «Rushmore», «Die Royal Tenenbaums», «Moonrise Kingdom», «Grand Budapest Hotel» und «The French Dispatch».Regie-Wunderkind Anderson gehört zu der großen, eingeschworenen Fan-Gemeinde des Komikers. Mit stoischer Miene, Narbengesicht und trockenem Humor hat sich Murray einen festen Platz in Hollywood gesichert. Wie häufig auch seine Film-Charaktere gilt er dort als Sonderling: Der Star hat

keinen Manager, keinen Sprecher, bei denen man Rollenangebote oder Anfragen hinterlassen könnte.Murray ist schwer zu findenDrehbücher lässt er sich angeblich an sein Postfach schicken. Sofia Coppola

musste ihren berühmten Vater Francis Ford Coppola einspannen, um

Murray zu finden und ihn dann für ihr «Lost in Translation»-Skript zu