PfadnavigationHomePolitikAuslandMedienberichte100.000 Dollar für Arbeitsvisa – Trump-Ankündigung versetzt US-Unternehmen in AlarmzustandVeröffentlicht am 22.09.2025Lesedauer: 5 MinutenUS-Präsident Donald Trump im Oval Office des Weißen HausesQuelle: AP/Alex BrandonMit angekündigten drastischen Erhöhungen der Visagebühren für H-1B-Fachkräfte sorgt Donald Trump für Unruhe in der US-Wirtschaft. Branchenriesen rufen ihre Mitarbeiter zurück. Interne E-Mails deuten auf Alarmstimmung hin.Die von der US-Regierung angekündigte hohe Gebühr von 100.000 Dollar (rund 85.000 Euro) für bestimmte Arbeitsvisa gilt nach Angaben eines Regierungsvertreters nur für Neuanträge. Es handele sich um eine einmalig bei der Antragstellung erhobene Gebühr, erklärte ein Vertreter des Weißen Hauses am Samstag. Sie gelte weder für die Erneuerung bereits bestehender Visa noch für Visainhaber.US-Handelsminister Howard Lutnick hatte bei der Verkündung der neuen Regelung für Visa vom Typ H-1B am Freitag dagegen von einer jährlichen Gebühr gesprochen. Vor allem in Indien, von wo viele Technologie-Fachkräfte mit solchen Visa in die USA reisen, sowie bei US-Technologieunternehmen hatte die Ankündigung Besorgnis ausgelöst.Lesen Sie auchMehrere US-Konzerne hatten potenziell betroffene Mitarbeiter dazu aufgerufen, in den USA zu bleiben oder im Falle eines Auslandsaufenthalts umgehend in das Land zurückzukehren. Das geht aus internen E-Mails der Techriesen Microsoft und Amazon sowie der Großbank JPMorgan hervor, die die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte. Auch „Business Insider“ (gehört wie WELT zu Axel Springer) berichtete über Aufforderungen von Amazon, Meta, Microsoft sowie JP Morgan, nach denen Angestellte innerhalb von 24 Stunden in die USA zurückzukehren sollen. Die neue Gebührenregelung soll am Sonntag um 06.00 Uhr MESZ in Kraft treten. Wer es absehbar nicht innerhalb der Frist zurück in die USA schaffe, solle erst einmal gar nicht einreisen, bis weitere Anweisungen vorlägen, hieß es laut „Business Insider“ in einem internen Hinweis ans Personal des Online-Händlers Amazon. Dem Bericht zufolge befürchteten die Unternehmen, dass eine Anstellung der ausländischen Mitarbeiter künftig sehr viel teurer beziehungsweise unmöglich werden könnte, wenn sie nach einem Aufenthalt außerhalb der USA wieder einreisen wollten. Das H-1B-Programm ist insbesondere für Technologiekonzerne von Bedeutung, die Fachkräfte vor allem aus Indien und China rekrutieren. Allein in der ersten Hälfte des Jahres 2025 wurden mehr als 10.000 H-1B-Visa für Amazon genehmigt. Bei Microsoft und Meta Platforms waren es den Daten der US-Einwanderungsbehörde zufolge jeweils mehr als 5000. Inhaber können die befristeten Visa verlängern lassen oder eine Greencard beantragen.Microsoft, Amazon und JPMorgan sowie die Anwaltskanzlei Ogletree Deakins, die die Bank in der Angelegenheit vertritt, reagierten zunächst nicht auf Anfragen der Nachrichtenagentur Reuters nach einer Stellungnahme. Lesen Sie auchKritiker der Visa – vor allem Einwanderungsgegner unter Trumps Anhängern – argumentieren, dass Unternehmen H-1B-Arbeitskräfte nutzen, um die Löhne zu drücken. Befürworter wie Tesla-Chef Elon Musk halten dem entgegen, dass mit dem Programm hoch qualifizierte Mitarbeiter in die USA geholt würden und die Wettbewerbsfähigkeit amerikanischer Unternehmen gestärkt werde. Musk, der in Südafrika geboren und inzwischen US-Staatsbürger ist, hatte selbst ein H-1B-Visum.
Berichte über interne Mails: Trump-Ankündigung zu Arbeitsvisa versetzt US-Unternehmen in Alarmzustand - WELT
Mit angekündigten drastischen Erhöhungen der Visagebühren für H-1B-Fachkräfte sorgt Donald Trump für Unruhe in der US-Wirtschaft. Branchenriesen rufen ihre Mitarbeiter zurück. Interne E-Mails deuten auf Alarmstimmung hin.












