Die E-Mail ist eindringlich formuliert. „Wir wissen, dass diese Entwicklungen Angst und Unsicherheit bei vielen von uns auslösen“, schreibt ein hochrangiger Microsoft-Jurist in der Nachricht, die der Software-Konzern am Freitagabend an seine Angestellten verschickte. Internationale Mitarbeiter von Microsoft, die sich mit einem Fachkräftevisum in den USA aufhielten, würden dringend gebeten, im Land zu bleiben. Wer von ihnen gerade im Ausland sei, solle „alles tun“, um bis Sonntagnacht in die Vereinigten Staaten zurückzukehren. So steht es in der E-Mail, die der SZ vorliegt.
Microsoft war nur eines von vielen Unternehmen, das am Wochenende eine solche Warnung an seine Mitarbeiter verschickte. Auch andere Tech-Konzerne und Wall-Street-Banken drängten Angestellte, die mit dem Fachkräftevisum H1B für sie arbeiten, so schnell wie möglich in die USA zurückzufliegen. Manche Unternehmen sollen US-Medienberichten zufolge in aller Eile Listen betroffener Mitarbeiter angefertigt und ihnen Rückflüge in die USA gebucht haben. Sogar die indische Regierung schaltete sich ein. Ein Sprecher des indischen Außenministeriums warnte vor den „humanitären Konsequenzen“ der Entscheidung. 71 Prozent der Menschen, die mit dem Visum in den USA leben, sind Inder.











