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ernhard Hanel lebt mit seiner Familie und eigenen Tieren auf einem Bauernhof im Schwarzwald. Der studierte Kulturdesigner und Vater von sechs Kindern baut Spielplätze in Kriegs- und Krisengebieten. Zudem ist er Gründer des Weltkinderforums in Davos in der Schweiz – jener Stadt, in der auch das Weltwirtschaftsforum stattfindet. Dort versammeln sich Kinder und Jugendliche aus aller Welt, um gemeinsam zu konferieren und über die Zukunft unserer Gesellschaft zu sprechen.
SZ: Warum hätten Kinder den Friedensnobelpreis verdient?
Bernhard Hanel: Kinder – wenn sie denn Kind sein dürfen – sind immer friedensbereit. Natürlich streiten sie sich auch mal. Aber sie gehen dann wieder aufeinander zu. Alle Kinder auf der Welt spielen gleich – egal ob in Nepal, Äthiopien oder München. Wenn sie natürlich in Krieg und Not aufwachsen, dann können sie nicht Kind sein. Kinder sind die Ersten, die im Krieg Leid tragen. Aber auch diejenigen, die am meisten Hoffnung geben, durchzuhalten. Damit es nach dem Krieg irgendwie auch wieder weitergeht und es zu einer Versöhnung kommt. Beim Weltkinderforum waren schon Kinder aus der Ukraine, aus Russland, aus Palästina und aus Israel zusammen dabei. Es ist immer bemerkbar: Es sind nicht die Konflikte der Kinder, sondern die der Erwachsenen.






