Wer erwägt, sich von Johannes Heisig porträtieren zu lassen, erhält von diesem erst einmal Bescheid, dass er auch in der Rolle des Auftragsmalers seine Autonomie zu wahren gedenkt: „Ich male Sie nicht schön, nicht so, wie Sie sich sehen, sondern ich male Sie, wie ich Sie sehe.“ So jedenfalls hat es Ulrike Holler geschildert, die Ehefrau des früheren Frankfurter Oberbürgermeisters Andreas von Schoeler. Sie hatte ihren Mann zu den Sitzungen im Brandenburger Atelier Heisigs begleitet, der im Auftrag der Stadt nicht nur von Schoeler, sondern auch Amtsvorgänger Volker Hauff und Nachfolgerin Petra Roth gemalt hat.