PfadnavigationHomeRegionalesHamburgVerkehrssenator versprichtTrotz Preissteigerung beim Deutschlandticket – Hamburger Schülerticket bleibt kostenlosVeröffentlicht am 18.09.2025Lesedauer: 2 MinutenHamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) ist froh über die Einigung zum Deutschlandticket. Denn es hätte viel schlimmer kommen können als eine Preissteigerung von fünf Euro.Quelle: Bertold Fabricius/WELTHamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks begrüßt die Einigung zur Finanzierung des Deutschlandtickets bis 2030. Trotz Preiserhöhung auf 63 Euro bleibt das Schülerticket kostenlos. Tjarks sieht das Ticket als „Turbo für die Mobilitätswende“.Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) hat die Einigung von Bund und Ländern zur Zukunft des Deutschlandtickets als wichtigen Durchbruch begrüßt. Nach monatelangen Verhandlungen sei nun endlich Planungssicherheit geschaffen worden, sagte der 44-Jährige nach der Sonderverkehrsministerkonferenz in München. Das bundesweit gültige Nahverkehrsticket sei bis 2030 gesichert – Bund und Länder stellen dafür jährlich drei Milliarden Euro bereit. Tjarks hob besonders hervor, dass es den Länderministerinnen und -ministern gelungen sei, die ursprünglich von der Bundesregierung geplante Absenkung der Bundeszuschüsse abzuwenden. Der Bund wird demnach weiterhin 1,5 Milliarden Euro jährlich beisteuern, die Länder tragen die andere Hälfte. Für Tjarks ist das ein zentraler Erfolg, der nicht nur Hamburg, sondern dem gesamten öffentlichen Nahverkehr Stabilität verleiht.Lesen Sie auchIm kommenden Jahr steigt der Preis des Deutschlandtickets von derzeit 58 auf 63 Euro im Monat. Trotz dieser Erhöhung hält Hamburg an seinem kostenlosen Schülerticket fest, das auf dem Deutschlandticket basiert. Tjarks betont, dass das Angebot für junge Menschen unangetastet bleibt. Auch für die breite Bevölkerung sei das Ticket weiterhin attraktiv: Mit 63 Euro liege der Preis deutlich unter dem früheren HVV-Abo von 96,90 Euro. Rund die Hälfte der Hamburgerinnen und Hamburger nutze das Deutschlandticket bereits – für Tjarks ein Beleg dafür, dass das Ticket seit der Einführung ein „Turbo für die Mobilitätswende“ in der Metropolregion gewesen ist.Die Einigung sieht zudem vor, dass ab 2027 ein Indexmodell eingeführt wird, das künftige Preisentwicklungen an realen Kostensteigerungen orientiert. Die Details dazu sollen bei der nächsten Verkehrsministerkonferenz im Oktober beschlossen werden. Vor der Konferenz in München hatte Tjarks deutlich gemacht, dass er sich eine möglichst preisstabile Lösung wünsche. Die Bundesregierung müsse sich an ihrem Versprechen messen lassen, die Kosten für Bürgerinnen und Bürger nur anteilig steigen zu lassen, sagte er. Das Ticket müsse auch künftig „günstig und deutschlandweit“ nutzbar bleiben.juve