Jener Freitag im September 2015 beginnt noch ganz harmlos. In Frankfurt liefern die Konzernleute ihre großen IAA-Shows ab, neue Modelle werden poliert und auf die Bühnen geschoben. Automanager mit stolzgeschwellter Brust unter Zweireiherjacketts verbreiten ihre Standardsätze. Dass Deutschlands Schlüsselindustrie mit ihren Hunderttausenden Arbeitsplätzen natürlich hervorragend für die Zukunft aufgestellt und gut unterwegs sei, solche Dinge. Business as usual also? Keineswegs. Hinter den jahrelang so sorgfältig gepflegten Kulissen der deutschen Autoindustrie hatte sich längst etwas zusammengebraut. Gerade noch waren sie auf dem Höhepunkt ihrer Macht, die Unternehmen und ihre Manager. Aber die Tage der Hybris waren gezählt.