Um die 30 Fische tummeln sich in dem Bach im Schatten eines Baumes. Huchen sind es, streng geschützte sogenannte Donaulachse, die früher weit verbreitet waren. Heute sind sie selten geworden, diese Exemplare schwimmen im Fischereihof des Bezirks Schwaben in Salgen im Unterallgäu. Dort werden sie gezüchtet, um die Art zu erhalten. „Der Huchen würde aussterben, wenn er nicht besetzt würde“, sagt Stefan Offyssek, Gewässerökologe beim bayerischen Landesfischereiverband.
Es gibt mehrere Aufzuchtstationen in Bayern, eine ist der Fischereihof Salgen. Maximilian Dietrichs Elterntiere, auch Zukunftslaicher genannt, wiegen noch um die zwei Kilo, Huchen können aber mehr als 30 Kilogramm Gewicht erreichen. In der Zucht werden die Laichfische alle sieben bis acht Jahre ausgetauscht, erklärt Dietrich, um die genetische Vielfalt zu erhalten.
Die Tiere sind auf menschliche Unterstützung angewiesen. Der Huchen (lateinisch Hucho hucho) war ursprünglich in der Donau und ihren Zubringern weit verbreitet und kam in mehr als 120 Fließgewässern vor. Heute gibt es nur noch in Bayern wenige Populationen in der Donau und ihren Nebenflüssen. Das ließ kürzlich auch Agrarministerin Michaela Kaniber aufmerken. „Der Huchen ist ein außergewöhnlicher Fisch. Er kommt in Deutschland ausschließlich im Freistaat Bayern vor – und das macht uns für seinen Schutz besonders verantwortlich“, teilte sie mit. In diesem Jahr ist der Huchen Bayerns Fisch des Jahres.







