PfadnavigationHomeSatireArtikeltyp:SatireKommunalwahlenNach AfD-Erfolg in NRW – Westdeutsche zu blöd für Demokratie?Veröffentlicht am 15.09.2025Lesedauer: 2 MinutenDemokratie-Entwicklungsland NRW: Viele Ostdeutsche fallen aus allen WolkenQuelle: Generative Illustration/FireflySchock im Osten nach dem großen Erfolg der AfD bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen: Die Westdeutschen sind offenbar dumm, nicht weltoffen und rückständig. Muss man sie mehr an die Hand nehmen?Fassungslosigkeit in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen: Was ist in Nordrhein-Westfalen bloß schiefgelaufen? Die gesichert als ostdeutsches Phänomen eingestufte AfD hat ihr Ergebnis bei den Kommunalwahlen im bevölkerungsreichsten Bundesland Westdeutschlands sage und schreibe verdreifacht. „Ich glaube es einfach nicht!“, sagt Marcus W. aus Gera stellvertretend für die geschockten Bundesbürgerinnen und Bundesbürger aus den neuen Ländern, „verdreifacht! Das ist ungefähr so, als würde man im Kölner Karneval plötzlich auf Schweigegelübde umstellen und echtes Bier trinken!“„Westdeutsche können doch gar nicht AfD wählen!“In Ostdeutschland ist für viele jetzt eine Welt zusammengebrochen. „Es wurde immer behauptet, dass die Wessis genetisch nicht dazu in der Lage seien, die AfD zu wählen“, erklärt die zutiefst entsetzte Christa U. aus Magdeburg, „und wenn sie es doch taten wie in Gelsenkirchen, war das natürlich eine bizarre Laune der Natur, eine Art Morbus Schalke. Aber das jetzt?“Lesen Sie auchIm Osten herrscht nach dem Bekanntwerden des Ergebnisses der NRW-Kommunalwahlen regelrechte Schockstarre. Jahrzehntelang hatte man sich geduldig anhören müssen, man sei ein bisschen dümmer, unzufriedener und generell noch nicht so ganz im 21. Jahrhundert angekommen. Ostdeutsche skeptisch, ob NRW zu retten istNun aber stellt sich die Frage: Wer muss hier eigentlich wen an die Hand nehmen? Sollte man Westdeutsche zu Demokratieseminaren nach Chemnitz einladen? Oder sie im Rahmen eines Bundesprogramms langsam an Grundwerte der Weltoffenheit und Diskussionsbereitschaft heranführen, notfalls mit Piktogrammen und Handpuppen?Lesen Sie auchOb es dazu kommt, ist indes mehr als fraglich. Denn kaum jemand aus Ostdeutschland kann sich einen solchen Aufbau West derzeit vorstellen: Diese komischen Leute aus Dunkeldeutschland zwischen Aachen und Paderborn seien schlichtweg beratungsresistent, heißt es. Außerdem liebten sie es, die Menschen aus den neuen Ländern dazu zu verführen, rechtsextreme Parteien zu wählen – man müsse sich doch nur diesen Björn Höcke aus dem nordrhein-westfälischen Lünen anschauen.Folgen Sie GLASAUGE trotzdem auf Facebook, X oder Instagram – und verpassen Sie künftig keine Scherzartikel und Zusatzsatiren!