Schloss Suresnes München
Bezaubernd: Der Innenraum von Schloss Suresnes im historistischen Stil.
(Foto: Katholische Akademie in Bayern)
Mitten in Schwabing zwischen grauen Wohnblöcken verbirgt sich das barocke Kleinod Schloss Suresnes. Der Kabinettssekretär des bayerischen Kurfürsten Max Emanuel ließ es zu Beginn des 18. Jahrhunderts errichten. Inspiriert vom Château de Suresnes bei Paris, in dem er während seines Exils gelebt hatte, holte er sich ein Stück Frankreich nach Bayern. Über die Jahrhunderte spazierten im Schloss allerlei Persönlichkeiten ein und aus. Der Erfinder Carl August von Steinheil richtete sich eine optisch-astronomische Werkstätte ein, die Bildhauerin Elisabeth Ney schuf im Schloss Plastiken und Büsten und Paul Klee fand hier sein letztes Münchner Atelier. Viele Bewohner standen der Münchner Räterepublik nahe. Klees Nachbar Hans Reichel versteckte gar den Revolutionär Ernst Toller bei sich, bis dieser denunziert und verhaftet wurde. Heute ist der linke Künstlergeist verweht: Das Schloss ist mittlerweile Tagungs- und Gästehaus der Katholischen Akademie in Bayern. Am Sonntag stehen die Türen jedoch für einen Tag allen offen.
Schloss Suresnes, Werneckstraße 24, Vorträge zur Schlossgeschichte um 11.30 Uhr, 13 Uhr, 14.30 Uhr und 16 Uhr (Eingang über die Gunezrainerstraße 7)







