Ein Paar Wiener mit Ketchup geht immer. Auf die Semmeln dazu aber muss Louisa verzichten, auch wenn sie noch so verführerisch wären. Denn die Siebenjährige leidet an Zöliakie, glutenhaltige Lebensmittel verursachen bei dem Mädchen Bauchschmerzen, Durchfälle und Erbrechen. Louisa weiß mittlerweile, was sie essen darf und was nicht. Und dass sie aufpassen muss wegen ihrer Autoimmunerkrankung.
Für die Grundschülerin, die jetzt in die zweite Klasse kommt, ist es inzwischen ganz normal, dass sie nicht zulangen kann, wenn in der Schule Geburtstag gefeiert wird und es Muffins oder Brezen gibt. Dann greift das Mädchen auf den Vorrat zurück, den ihre Mama Beate Haubold bei der Lehrerin deponiert hat, glutenfreien Kuchen, selbst gebacken und deswegen sicher, und auf Kekse aus dem Reformhaus oder einem speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Zöliakie ausgerichteten Supermarkt.
„Das haben wir inzwischen gut im Griff“, sagt Beate Haubold an diesem Nachmittag im Wohnzimmer in Markt Schwaben. Dort duftet es nach frischem Brot, das noch eine Weile im Ofen der offenen Küche gebacken werden muss, bevor es später auf den Tisch kommt fürs Abendessen. Louisa nascht derweil eine kleine Schokoschnitte, die glutenfrei ist. Auch ihr Bruder Yannick, drei, bekommt eine. Anders als Louisa habe er keine Zöliakie, sagt Mutter Beate Haubold, lecker findet der Kleine den Keks trotzdem.









