Einer von nur wenigen Cannabis-Clubs in Bayern gibt nach einer juristischen Niederlage vorerst auf. Zugleich macht der Verein der Staatsregierung und den zuständigen Behörden schwere Vorwürfe. „Wir legen unser Projekt vorerst auf Eis“, sagte der Vorstand von „Franken.Cannabis“, Martin Pley. Der Verein aus Buttenheim im Landkreis Bamberg hatte Ende August vor dem Verwaltungsgericht Bayreuth eine juristische Niederlage erlitten. Das Gericht lehnte einen Eilantrag des Vereins gegen eine Nutzungsuntersagung des Landratsamtes ab. Damit wurde dem Verein verboten, weiter Cannabis anzubauen oder an Mitglieder abzugeben.

Auf Anraten seiner Anwälte werde er keine weiteren juristischen Schritte mehr unternehmen, sagte Pley. Er gehe nicht davon aus, dass ein bayerisches Gericht in seinem Sinne entscheiden werde. Auch sei der zeitliche und finanzielle Aufwand zu groß. Gegen den abgelehnten Eilantrag wäre noch Beschwerde zum Bayerischen Verwaltungsgerichtshof möglich. Die ebenfalls erhobene Klage im Hauptsacheverfahren sei zurückgezogen worden, sagte Pley.Das Landratsamt hatte das Verbot mit dem Baurecht begründet.

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