PfadnavigationHomePanoramaAktionstagBundesweiter Warntag – Probealarm lässt Handys piepsen und Sirenen schrillenVeröffentlicht am 11.09.2025Lesedauer: 2 MinutenIn Deutschland findet heute der diesjährige Warntag mit einer bundesweiten Probewarnung statt. Es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung. Um 11.00 Uhr erfolgt die Test-Warnung, gegen 11.45 Uhr folgt dann die Entwarnung.Ob Naturkatastrophe, Krisensituation oder andere Gefahrenlagen – in solchen Fällen muss die Bevölkerung gewarnt werden. Heute wurde das System erneut bundesweit getestet.In Deutschland hat der diesjährige Warntag mit einer bundesweiten Probewarnung stattgefunden. Es bestand keine Gefahr für die Bevölkerung. Um 11.00 Uhr erfolgte die Test-Warnung, gegen 11.45 Uhr gab es Entwarnung.In zahlreichen Städten sollten die Sirenen heulen. Über das modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) wurde eine Probewarnung gesendet. Neben den Warn-Apps war auch Cell Broadcasting, also die direkte Ansteuerung von Mobiltelefonen, eingebunden. Die Signale sind extra laut, damit sie Menschen notfalls auch aus dem Schlaf wecken. Beim bundesweiten Warntag handelt es sich um einen gemeinsamen jährlichen Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen, der seit 2020 in der Regel am zweiten Donnerstag im September stattfindet. Koordiniert wird die Aktion vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Der Warntag dient zum einen der Erprobung der bestehenden Warnkanäle und soll zum anderen die Bevölkerung einladen, sich über die verschiedene Warnmöglichkeiten zu informieren.Das BBK betont, dass kein Handlungsbedarf besteht. Die Bürger können über ihre Erfahrungen berichten: https://warntag-umfrage.deJedes Jahr kommen mehr Sirenen dazu Die Länder haben in den vergangenen Jahren vielerorts Sirenen aufgebaut beziehungsweise modernisiert. Deshalb waren sie nun auch in einigen Gebieten zu hören, wo dies zuletzt nicht der Fall war – beispielsweise in Berlin. Die verwendeten Sirenensignale sind bundesweit einheitlich. Ein an- und abschwellender Heulton bedeutet Warnung. Ein heulender Dauerton signalisiert das Ende des Probealarms, beziehungsweise im Ernstfall, dass die Gefahr vorbei ist. Lesen Sie auchNach dem Ende des Kalten Krieges waren Sirenen an vielen Standorten in Deutschland abgebaut beziehungsweise kaputte Anlagen nicht mehr ausgetauscht worden, weil man glaubte, sie nicht mehr zu benötigen. Unter anderem Erfahrungen aus der verheerenden Flut im Ahrtal 2021 und der russische Angriffskrieg in der Ukraine haben hier zu einem Umdenken geführt. Das Eindringen russischer Kampfdrohnen in den Luftraum über Polen in der Nacht auf Mittwoch ist ein Beispiel für einen Zivilschutzfall, in dem es notwendig sein kann, die Bevölkerung eines Gebiets kurzfristig zu warnen.Der Lärm, den die Probewarnung verursacht, unterbricht am Vormittag auch eine Debatte im Plenarsaal des Bundestages. Der AfD-Abgeordnete, Christopher Drößler, der gerade am Rednerpult steht, setzt seine Rede nach einer kurzen Pause fort.ll mit dpa