Regelmäßig werden in Deutschland die Warnsysteme getestet – am Donnerstag, 11. September, um 11 Uhr sollen wieder die Sirenen heulen und die Handys piepsen. Gerhard Bieber vom Münchner Regionalverband der Johanniter-Unfall-Hilfe stellt im Gespräch mit der SZ klar, wieso solche Aktionen für die Bevölkerung sinnvoll sind und richtet einen Blick darauf, wie sich die Aufgaben der Retter in Zukunft verändern werden.
SZ: Herr Bieber, an diesem Donnerstag ist wieder bundesweiter Warntag. Ist solch eine Aktion sinnvoll?
Gerhard Bieber: Auf jeden Fall. Zum einen für die Behörden als die Alarmierenden und natürlich für jeden Einzelnen und jede Einzelne. Um 11 Uhr sollte meine Nina-App oder mein Katwarn piepsen. Und falls das nicht passiert, dann kann ich die Einstellungen an meinem Smartphone prüfen.
Haben auch die Blaulichtorganisationen etwas davon?
Natürlich. Uns im Rettungsdienst und Katastrophenschutz interessiert es ja auch, dass unsere Warn-Apps funktionieren. Für den Fall, dass wir vielleicht von einer drohenden Unwetterlage betroffen sein könnten, müssen wir das wissen. Die Alarmierung der Rettungsdienste erfolgt allerdings über andere Kanäle. Es werden konkret Einheiten in Gang gesetzt, eine allgemeine Warnung geht da nicht raus.







