PfadnavigationHomePanorama„Leistung muss sich lohnen“Hessen setzt bei Bundesjugendspielen weiter auf WettkampfVeröffentlicht am 11.09.2025Lesedauer: 2 MinutenDer hessische Bildungsminister will den Leistungsgedanken im Sport in den Vordergrund rückenQuelle: picture-alliance/dpa/Frank RumpenhorstIn der Diskussion um die Bundesjugendspiele hält Hessen am Leistungsgedanken fest. Bildungsminister Armin Schwarz kündigte an, dass Schüler ab der 3. Klasse weiterhin in Wettkämpfen mit Platzierungen antreten sollen – anders als in einigen anderen Bundesländern.In der bundesweiten Reformdebatte über die Bundesjugendspiele hält Hessen an der Betonung des traditionellen Leistungsgedankens fest. CDU-Bildungsminister Armin Schwarz sagte in einer Regierungserklärung im Wiesbadener Landtag am Dienstag, Hessen werde anders als andere Länder in den Schulen von der dritten Klasse an weiterhin Wettkämpfe mit klaren Platzierungen ermöglichen.„Sport steht für Fairness, Teamgeist und den Mut, sich anzustrengen – Werte, die unsere Gesellschaft so dringend braucht. Gerade beim Sport lernen junge Menschen, sich über Siege zu freuen, Niederlagen auch zu verkraften – auch das gehört zum Leben dazu –, Respekt zu zeigen und sich immer neue Ziele zu setzen“, sagte der Bildungsminister. „Durch Wettkampf und Platzierungen setzen wir uns deutlich von anderen Ländern ab. Solange es hier keine vernünftige Einigung auf Bundesebene gibt, machen wir hessische Landesjugendspiele“, betonte Schwarz. Lesen Sie auchHier zähle jede Sekunde und jeder Zentimeter. „Hessen zeigt, wie man es besser macht. Leistung muss und darf sich nämlich lohnen“, sagte der Minister.Die Spiele werden jährlich an Schulen vor allem in der Sportart Leichtathletik ausgerichtet. Gemäß der Reform der Bundesjugendspiele werden diese auch in den dritten und vierten Klassen der Grundschulen als Wettbewerb und nicht mehr als Wettkampf organisiert. Damit werden die Leistungen der Jungen und Mädchen weniger starr bewertet. Mit dieser Neuerung sollen die Spiele kindgemäßer werden, wie der Ausschuss für die Bundesjugendspiele und die Kommission Sport der Kultusministerkonferenz (KMK) bereits 2021 beschlossen hatten.Lesen Sie auchSchon im Juni 2024 hatte Minister Schwarz darauf gepocht, die deutschlandweite Reform der Bundesjugendspiele wieder rückgängig zu machen. Ein Teil der Schulen in Hessen hat die Neuausrichtung laut dem Wiesbadener Bildungsministerium inzwischen allerdings umgesetzt – mit weniger Leistungsdenken und weniger starren Bewertungen.Im Januar 2025 sprach sich auch der heutige Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) - damals noch als Unionskanzlerkandidat - dafür aus, Bundesjugendspiele nicht nur noch mit Teilnehmerurkunden und ohne Siegerurkunden zu veranstalten. Dabei bezog sich Merz auf die Ergebnisse bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris: Am Ende stand Deutschland lediglich auf Rang zehn im Medaillenspiegel. dpa/jho