Die Hoffnungen auf einen Neustart bei der Grünen Jugend waren groß. Der alte Vorstand war im vergangenen Herbst gerade zurückgetreten – aus Ärger über einen zu wenig linken Kurs der Grünen, da traten Jakob Blasel und Jette Nietzard an. Erleichtert hörte die Parteispitze um den damaligen Kanzlerkandidaten Robert Habeck zu, wie sie versöhnliche Töne anschlugen. Ihr Ziel damals: die Grüne Jugend zu einem Ort zu machen, wo Jugendliche ihren Frust „konstruktiv in politische Aktivität umwandeln können“.
Doch es kam ganz anders. Nach mehreren misslungenen Posts und Auftritten in sozialen Medien kündigte zuerst Nietzard Ende Juli an, auf dem Bundeskongress der Grünen Jugend im Oktober nicht noch mal anzutreten. Überraschend kündigte am Dienstagabend auch Blasel an, auf dem nächsten Bundeskongress der Jugendorganisation nicht erneut anzutreten. Nach nur einem Jahr braucht die Grüne Jugend damit schon wieder ein neues Führungsduo.
Der frühere Aktivist kam mit seinen Klimathemen kaum durch
Es droht damit der nächste Neuanfang in schwierigen Zeiten. Die Jugendorganisation gilt als Stimmungsbarometer dafür, wie die Partei bei der jüngsten Wählergruppe ankommt. Zuletzt fielen die Werte miserabel aus. So erlebten die Grünen bei der Bundestagswahl bei Jungwählern von 18 bis 24 Jahren den größten Einbruch und machten ein Minus von 13 Prozent.







