Die Hoffnungen waren groß, dass diese neue Grüne-Jugend-Chefin frischen Wind bringen würde. Der alte Vorstand der Parteijugend war im vergangenen Jahr gerade zurückgetreten, aus Ärger über einen zu wenig linken Kurs der Grünen, da trat Jette Nietzard an. Erleichtert hörte die Parteispitze um den damaligen Kanzlerkandidaten Robert Habeck zu, wie Nietzard gemeinsam mit Co-Chef Jakob Blasel in der Führung der Jugendorganisation anfangs konstruktivere Töne anschlug. Sie wolle die Grüne Jugend zu einem Ort machen, wo Jugendliche ihren Frust „konstruktiv in politische Aktivität umwandeln können“, sagte sie.