Schwerin (dpa/mv) - Nach den drastischen Einbrüchen zu Beginn der 1990er Jahre hat sich die Beschäftigungslage in Mecklenburg-Vorpommern weitgehend stabilisiert, der erhoffte Zuwachs an Arbeitsplätzen blieb aber aus. Laut Statistik waren Ende 2023 im Nordosten rund 572.000 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren gut vier Prozent weniger als 1999, geht aus einer jetzt vorgelegten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit hervor.

Nach Angaben von Markus Biercher, Chef der Arbeitsagentur Nord, sank mit einer Ausnahme die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze fast flächendeckend. Spürbare Beschäftigungsgewinne habe lediglich die Hansestadt Rostock erzielt, schon zu DDR-Zeiten das wirtschaftliche Zentrum im Nordosten.

Nach den Worten von Wirtschaftsminister Wolfgang Blank (parteilos) macht die Studie nochmals deutlich, dass Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaft durch kleine und mittelständische Firmen geprägt ist. Angesichts des demografischen Wandels mit sinkenden Bewerberzahlen für eine duale Berufsausbildung sei die Arbeits- und Fachkräftesicherung zu einer zentralen Aufgabe geworden.

Zum Lehrjahresbeginn am 1. September waren erneut rund 2.500 Ausbildungsplätze in Industrie, Handle und Handwerk unbesetzt geblieben. Zugleich aber waren etwa 8.000 junge Leute im Alter bis zu 25 Jahren in MV auf Jobsuche.