Wenn man das wichtigste Lebewesen auf der Erde erraten müsste, wer käme da auf ein winziges Bakterium, das im Meer lebt? Wäre aber vermutlich eine ganz gute Antwort. Die Mikrobe heißt Prochlorococcus und ist nur etwa 0,5 Mikrometer groß, weswegen man sie nur unter einem sehr guten Mikroskop sehen kann. Diese Bakterien leben an der Oberfläche weiter Teile der Weltmeere. Mutmaßlich gibt es von keiner anderen Art mehr Individuen als von diesem Einzeller, der per Photosynthese Sonnenlicht und Kohlendioxid in Sauerstoff und Biomasse verwandelt. Diese eine Phytoplankton-Art ist für rund ein Fünftel der globalen Sauerstoffproduktion verantwortlich – und durch die Erderwärmung womöglich massiv bedroht. Bei fortschreitendem Klimawandel könnten sich die Bestände bis Ende des Jahrhunderts in einigen Regionen halbieren, legt eine neue Untersuchung im Fachjournal Nature Microbiology dar.
Steigende Wassertemperaturen bedrohen Phytoplankton
Das Bakterium Prochlorococcus lebt massenhaft in den Ozeanen und hat enormen Einfluss auf das Leben auf unserem Planeten. Doch Hitze mag es nicht.






