PfadnavigationHomeSportFußballLothar Matthäus„Wir gehören in dieser Form nicht einmal zum erweiterten Favoritenkreis“Von Tobias AltschäfflVeröffentlicht am 08.09.2025Lesedauer: 2 MinutenAuf die Blamage in der Slowakei folgte der Sieg gegen Nordirland. Immerhin die ersten drei Punkte in der WM-Qualifikation für das DFB-Team. „Man muss einfach gewinnen, sonst ist man bei der WM nicht dabei“, sagt WELT-Fußball-Experte Jens Lehmann.Die deutsche Nationalmannschaft feiert den ersten Sieg der WM-Qualifikation, präsentiert sich aber auch gegen Nordirland voller Probleme. Das Spiel dürfe nicht schöngeredet werden, sagt Lothar Matthäus – und fällt ein hartes Urteil.Eine Pleite in der Slowakei (0:2), ein Sieg zu Hause gegen Nordirland (3:1). Die deutsche Nationalmannschaft hat einen Stotter-Start in die WM-Qualifikation hingelegt. Neun Monate vor dem Turnier in den USA, Kanada und Mexiko steckt die Mannschaft voller Probleme. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus fällt gegenüber „Bild“ ein hartes Urteil: „Wir gehören in dieser Form nicht zu den Favoriten, nicht einmal zum erweiterten Favoritenkreis bei der WM.“ Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte zuletzt immer wieder selbstbewusst und ehrgeizig vom WM-Titel gesprochen. Und auf dem Weg dahin Dominanz von seiner Mannschaft gefordert. Doch stattdessen präsentierte sich sein Team in der Slowakei ideenlos und blutleer, gegen Nordirland schaltete die DFB-Elf erst in der zweiten Halbzeit einen Gang höher und kam vor allem durch gute Wechsel auf die Siegerstraße (Nadiem Amiri für Nick Woltemade und Maximilian Beier für Serge Gnabry/jeweils 61.).Lesen Sie auchWas Matthäus Mut für die Zukunft macht: „Es gibt solche dreckigen Spiele, das haben wir immer wieder erlebt. Wichtig ist: Diese Spiele dürfen nicht schöngeredet werden.“ Nach nun zwei Spielen liegt Deutschland in Qualifikationsgruppe A auf Rang drei. Im Oktober geht es weiter mit den Spielen gegen Luxemburg und in Nordirland. „Es bleibt die Hoffnung, dass wir uns an unseren Gegner steigern. Und es ist nach wie vor so: Keine große Mannschaft will bei einem Turnier gerne gegen Deutschland spielen“, sagt Matthäus.Spanien präsentiert sich als TitelkandidatDer Blick auf die Konkurrenz jedoch zeigt: Vor allem Spanien ist nach wie vor das Maß aller Dinge. Zwischen der DFB-Elf und dem amtierenden Europameister liegen rund 14 Monate nach dem letzten Duell Welten. Bei der Heim-EM 2024 setzte sich Spanien noch knapp mit 2:1 nach Verlängerung im Viertelfinale durch.Am Sonntagabend zerlegte die Mannschaft von Trainer Luis de la Fuente mal eben die Türkei mit 6:0, gewann zuvor 3:0 in Bulgarien. Zwei souveräne Auftritte, die zeigen, dass Spanien in dieser Form einer der Favoriten auf den Titel ist. „Spanien spielt wie aus einem Guss. Sie haben nicht nur sechs Tore gegen die Türkei geschossen – die Treffer waren wunderbar herausgespielt. Das waren Kurzpass-Kombinationen wie zu besten Tikitaka-Zeiten“, urteilt Matthäus.Lesen Sie auchVon besten Zeiten ist Deutschland dagegen im Moment weit entfernt.Der Text wurde für das Sport-Kompetenzcenter (WELT, SPORT BILD, BILD) erstellt und zuerst in BILD veröffentlicht.