Voraussichtlich von 2028 an wird es auf einer der wichtigsten Autobahnen Bayerns auf Jahre hinaus zu massiven Einschränkungen kommen, die spürbare Auswirkungen auf den Verkehr in der Landeshauptstadt haben werden. Auf acht Jahre ist die Sanierung des erst im Jahr 1998 eröffneten Allacher Tunnels angelegt. Und in diesem Zeitraum droht wegen der Engpässe in den beiden Röhren der Verkehr auf Trassen wie die B 471 nördlich des Autobahnrings oder den Frankfurter Ring in München auszuweichen. Um den Verkehrskollaps während der Sanierung des Allacher Tunnels zu verhindern, sollten die Pendlerinnen und Pendler daher zum Umstieg auf den öffentlichen Personennahverkehr bewegt werden – doch die notwendige Alternative zur Autobahn wird noch lange auf sich warten lassen.

Ursprünglich hätten bereits von diesem Jahr an auf dem Nordring, der derzeit nur von Güterzügen befahren wird, S-Bahnen von Karlsfeld oder Moosach bis zum BMW-Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) oder sogar bis zum Euroindustriepark fahren sollen. Im vergangenen Jahr hatte die Deutsche Bahn aber bekanntgegeben, dass sich die Instandsetzung der Trasse, die ohnehin schon um ein Jahr verschoben worden war, bis Mitte der Dreißigerjahre verzögern wird. Der Konzern teilte mit, er habe schlichtweg keine Planer finden können.