PfadnavigationHomePolitikDeutschlandFreiwillige Ausreisen„Der ursprüngliche Fluchtgrund ist weggefallen“ – CDU will Zahl von Syrien-Rückkehrern erhöhenVeröffentlicht am 07.09.2025Lesedauer: 2 Minuten17.650 Syrer beantragten im ersten Halbjahr 2025 Asyl. Die Union will, dass sie in ihre Heimat zurückkehrenQuelle: Catherina Hess/picture alliance/SZ PhotoStabile Heimat statt Sozialstaat: Die Union will Syrer zum Wiederaufbau in ihre Heimat bewegen. Doch nur wenige nutzen bisher das Ausreiseprogramm der Regierung. CDU-Politiker fordern mehr Anreize für die Heimkehr.Die Zahl der syrischen Flüchtlinge, die nach dem Sturz Baschar al-Assads aus Deutschland heimkehrt, steigt nur langsam an. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Bundesinnenministerium erfuhr, waren bis Ende August 1867 Menschen mit Förderung vom Bund nach Syrien ausgereist. Bis Ende Mai hatten erst 804 Geflüchtete mit Herkunftsland Syrien diese Unterstützung in Anspruch genommen. Gleichzeitig kommen weiterhin Syrer nach Deutschland, um einen Asylantrag zu stellen. 17.650 Menschen aus Syrien beantragten beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) zwischen Anfang Januar und Ende August Asyl. Zudem wurden im vergangenen Jahr laut Bundesinnenministerium 83.150 vormals syrische Staatsangehörige in Deutschland eingebürgert. Für dieses Jahr liegen entsprechende Daten bisher nicht vor.Im Zuge der geringen Zahl freiwilliger Ausreisen der geflüchteten Syrer in ihre Heimat stellen CDU-Politiker nun Forderungen nach besseren Anreizen zur Heimkehr. „Der wirtschaftliche Anreiz, hierzubleiben, darf nicht höher sein, als das Interesse, am Wiederaufbau des Landes mitzuwirken. Es darf keine wirtschaftliche Entscheidung sein“, sagte der CDU-Innenpolitiker Marc Henrichmann, Chef des Parlamentarischen Kontrollgremiums im Bundestag, der „Bild“-Zeitung (Montag).Lesen Sie auchObwohl die Bundesregierung die Ausreisen über das Bund-Länder-Programm REAG/GARP 2.0. fördert, kehren nur wenige Syrer in ihre Heimat zurück. „Wir müssen helfen, vor Ort zu stabilisieren und beim Wiederaufbau zu helfen und in Sicherheitsfragen zusammenzuarbeiten“, forderte Henrichmann. Die Zahl der freiwilligen Ausreisen müsse steigen. „Dafür müssen wir den Menschen aber auch ruhigen Gewissens sagen können: Ihr könnt ausreisen.“Bleibeperspektive für Syrer bei IntegrationEntscheidend sei zur Eindämmung künftiger Flüchtlingsbewegungen: „Niemand, der nach Europa kommt darf perspektivisch noch wissen, in welchem Land er landet. Damit die Frage von Sozialleistungen nicht die Motivation ist. Die Reform des Bürgergeldes – gerade mit Blick auf gesetzlich anerkannte, aber nicht integrations- und arbeitswillige Geflüchtete – muss jetzt schnell kommen.“Ähnlich bewertet CDU-Innenexperte Alexander Throm, innenpolitischer Sprecher der Unions-Fraktion, die Situation. „Klar ist, dass der ursprüngliche Fluchtgrund, die Schreckensherrschaft des Assad Regimes, weggefallen ist. Es ist deshalb zu erwarten, dass syrische Staatsbürger wieder in ihr Heimatland zurückkehren und sich am Wiederaufbau beteiligen“, sagte er der „Bild“-Zeitung. Dies gelte vor allem für diejenigen, die erst kurz hier seien oder die nach vielen Jahren noch nicht integriert seien. Wer bestens integriert sei, arbeite und damit den Lebensunterhalt für sich und seine Angehörigen vollständig sichere, der leiste einen Beitrag zu unserem Gemeinwesen. Für diese Gruppe gebe es heute schon Perspektiven in Deutschland.KNA/dpa/saha
Freiwillige Ausreisen: „Der ursprüngliche Fluchtgrund ist weggefallen“ – CDU will Zahl von Syrien-Rückkehrern erhöhen - WELT
Stabile Heimat statt Sozialstaat: Die Union will Syrer zum Wiederaufbau in ihre Heimat bewegen. Doch nur wenige nutzen bisher das Ausreiseprogramm der Regierung. CDU-Politiker fordern mehr Anreize für die Heimkehr.








