Der Mensch, sogar einer, der in einer Filmjury sitzt, sieht ja nicht immer das, was ist. Manchmal verstellt einem das, was war, einfach den Blick. Bei den 82. Filmfestspielen von Venedig hat die Jury gerade den Goldenen Löwen an Jim Jarmusch verliehen, für „Father Mother Sister Brother“. Vielleicht spukten in den Köpfen der Juroren noch seine großen, kleinen Filme, angefangen mit „Stranger Than Paradise“ (1984), jener in Schwarzweiß gedrehten absurden Dreieckskomödie. Diese bekam gleich einen Preis bei den Filmfestpielen in Cannes und machte ihn zu einem Vorreiter des amerikanischen Independent-Kinos, das dann zwei Jahrezehnte lang die Kinos auf der ganzen Welt aufmischte.
Venedig: Der Goldene Löwe für Jim Jarmusch? Aber doch nicht für diesen Film
Das Kino hat dem US-Regisseur echt viel zu verdanken. Leider auch „Father Mother Sister Brother“.












