Sein Programm habe einen roten Faden, hat Festivalchef Alberto Barbera gesagt, bevor die 82. Filmfestspiele auf dem Lido begonnen haben: Es geht um Monster. Da ist was dran, wenn man Monster als empathielose Gesellen definiert. Von denen so zu erzählen, dass es die Gegenwart berührt, ist mal besser, mal schlechter gelungen. Sieht man sich dann die beiden Hauptpreise an, die am Ende des Festivals auf dem Lido vergeben wurden, ist davon gar nichts zu spüren. Den goldenen Löwen hat Jim Jarmusch bekommen, für „Father Mother Sister Brother“, eine lose Sammlung von drei unterschiedlich gut gelungenen Kurzfilmen. Es geht um Familienzusammenkünfte an unterschiedlichen Orten auf der Welt, zwei sind gestört, in der dritten ist kaum noch Familie übrig.