PfadnavigationHomePanorama16 Jahre nicht im DienstBehörde leitet Disziplinarverfahren gegen dauerkranke Lehrerin einVeröffentlicht am 06.09.2025Lesedauer: 2 MinutenQuelle: Bernd Weißbrod/dpa16 Jahre war eine verbeamtete Lehrerin aus Nordrhein-Westfalen krankgeschrieben. Nach einer Verhandlung am Oberverwaltungsgericht in Münster wurde der Fall bekannt. Nun muss sich die Frau einem Disziplinarverfahren stellen.Gegen eine Lehrerin aus dem Ruhrgebiet, die seit über 15 Jahren krankgeschrieben ist, ist ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden. Auch in der zuständigen Bezirksregierung Düsseldorf sei intern ein Disziplinarverfahren eröffnet worden, sagte ein Sprecher des NRW-Schulministeriums.Die Bezirksregierung Düsseldorf hat die Disziplinarverfahren gestartet. Innerhalb der Behörde betreffe das Disziplinarverfahren die zuständige Person, wie der „Spiegel“ berichtet.Der Fall der Lehrerin kam durch einen Rechtsstreit an die Öffentlichkeit: Das Oberverwaltungsgericht NRW entschied Mitte August, dass die Lehrerin von einem Amtsarzt untersucht werden darf. Damit bestätigte es die Sicht des Landes, das als Dienstherr der Frau die Untersuchung im April 2025 angeordnet hatte, um zu überprüfen, ob die Beamtin wieder dienstfähig ist.Lesen Sie auchDagegen war die Frau vor das Verwaltungsgericht Düsseldorf gezogen. Sie hatte die Anordnung nach so vielen Jahren als nicht nachvollziehbar kritisiert. Zusätzlich kritisierte die Beamtin, dass eine psychische Untersuchung einen Eingriff in ihr Persönlichkeitsrecht darstelle. All diesen Punkten aber folgten die OVG-Richter nicht und bestätigten die Entscheidung aus der Vorinstanz.Die Frau hat seit 2009 keinen Dienst mehr geleistet. Laut der ersten Krankschreibungen litt sie an psychischen Problemen. Anschließend ließ sie sich immer krankschreiben, ohne dass das Land eingriff. Das sei zwar unverständlich, so das OVG, aber für die Entscheidung sei das unerheblich.dpa/dol