PfadnavigationHomeWissenschaftNeue StudieDie Midlife-Crisis verschwindet, sagen ForscherVeröffentlicht am 05.09.2025Lesedauer: 2 MinutenViele Menschen haben zur Lebensmitte das Gefühl, etwas verpasst zu habenQuelle: Getty Images/Rafael Ben-AriViele Menschen stellen sich in der Lebensmitte die Frage: War das schon alles? Doch Forscher des renommierten Dartmouth College haben herausgefunden, dass das berüchtigte Tief der Midlife-Crisis abnimmt. Das liege allerdings auch am Lebensgefühl junger Menschen.Das Phänomen der Midlife-Crisis ist offenbar weltweit auf dem Rückzug. Das berichtet das „Deutsche Ärzteblatt“ unter Berufung auf eine wissenschaftliche Studie, die im Online-Fachmagazin „PLOS One“ veröffentlicht wurde. Demnach könnte der „Unglücksgipfel“ verschwunden sein; ein vielfach beschriebener ständiger Anstieg von Sorgen, Stress und Depressionen bis zur Lebensmitte, der danach wieder abnehme. Stattdessen nehme das Unglücksgefühl nun im Verlauf des Lebens tendenziell ab – allerdings auch deshalb, weil jüngere Menschen unglücklicher geworden seien.Das Wissenschaftler-Team um David G. Blanchflower vom Dartmouth College in Hanover (New Hampshire) ermittelte, dass sich die psychische Gesundheit junger Menschen verschlechtert habe – sowohl insgesamt als auch im Vergleich zu älteren Menschen. Das seelische Wohlbefinden von Personen ab Ende 40 veränderte sich dagegen nicht wesentlich. Das führe dazu, dass das Phänomen der Midlife-Crisis verschwinde, heißt es.Lesen Sie auchDie Ergebnisse basieren laut „Ärzteblatt“ auf Daten von mehr als zehn Millionen Erwachsenen in den USA und Großbritannien, die zwischen 1993 und 2024 an einer Umfrage teilnahmen. Anschließend analysierte das Team Daten von fast zwei Millionen Menschen aus 44 Ländern – darunter die USA, Großbritannien und Deutschland – aus der psychischen Gesundheitsstudie „Global Minds“. Die Daten, die die Jahre 2020 bis 2025 abdecken, deuten darauf hin, dass der „Unglücksgipfel“ weltweit verschwunden sei.Die Autoren nennen laut „Ärzteblatt“ mehrere mögliche Erklärungen, darunter die langfristigen Folgen der Rezession auf die Berufsaussichten jüngerer Menschen, eine unzureichend finanzierte psychiatrische und psychologische Versorgung, die psychischen Belastungen durch die Corona-Pandemie sowie die verstärkte Nutzung sozialer Medien.Lesen Sie auchDie Forscher untersuchten unter anderem die „Verzweiflungswerte“ der Menschen. Für beide Geschlechter lagen diese 2009 bei den ältesten Befragten (45 bis 70 Jahre) am höchsten und waren bei den Personen mittleren Alters (25 bis 44 Jahre) höher als bei den Jüngeren (18 bis 24 Jahre). Allerdings stieg der Anteil junger Menschen, die sich verzweifelt fühlten, rapide an – von 3 Prozent auf 6,6 Prozent bei Männern und von 5,6 Prozent auf 9,3 Prozent bei Frauen.Lesen Sie auchAuch unter den Menschen mittleren Alters nahm die Verzweiflung zu, wenn auch weniger stark. Der Verzweiflungsgrad älterer Männer und Frauen blieb über den gesamten Zeitraum hinweg weitgehend konstant.Bislang zeigten Studien zum Verlauf der Lebenszufriedenheit meist eine rund um den Globus ähnliche u-förmige Kurve: In der Jugend schienen die Menschen am glücklichsten; dann sank die Zufriedenheit im mittleren Alter ab, um schließlich im fortgeschrittenem Alter wieder anzusteigen. Am unglücklichsten fühlten sich die Menschen im Schnitt rund um die Lebensmitte.KNA/kami
Studie: Die Midlife-Crisis verschwindet, sagen Forscher - WELT
Viele Menschen stellen sich in der Lebensmitte die Frage: War das schon alles? Doch Forscher des renommierten Dartmouth College haben herausgefunden, dass das berüchtigte Tief der Midlife-Crisis abnimmt. Das liege allerdings auch am Lebensgefühl junger Menschen.






