Der 5. September – ein Datum, das für die israelische Generalkonsulin, die in München lebt und arbeitet, mit drei Geschehnissen verbunden ist.
Es ist der Jahrestag des Anschlags auf das NS-Dokuzentrum am Königsplatz und auf das benachbarte Generalkonsulat. Am 5. September 2024 schoss ein Attentäter aus Österreich auf beide Gebäude. Nach Ansicht der Ermittler war der Anschlag israelfeindlich motiviert.
Am Freitag, 5. September 2025, denkt Generalkonsulin Talya Lador-Fresher auch an eine andere Zahl: „An 700 Tage, die unsere Geiseln nach der Terrorattacke der Hamas in deren Gewalt sind.“
Und dann ist da der 5. September 1972. Der Tag des Olympia-Attentats in München während der Sommerspiele. Bei dem Überfall der palästinensischen Terrororganisation „Schwarzer September“ auf die israelische Olympiamannschaft waren elf Sportler und ein Polizist umgebracht worden. Fünf der acht Terroristen wurden in der Nacht zum 6. September bei einem gescheiterten Befreiungsversuch der Polizei auf dem Flughafen Fürstenfeldbruck getötet.
53 Jahre später setzt sich bei strömendem Regen am Freitag im Olympiadorf eine große Gruppe von Menschen in Bewegung, um der Opfer des Anschlags zu gedenken. Man beginnt in der Connollystraße 31. Es liegen Kränze vor dem Haus, in dem jetzt das Gästehaus der Max-Planck-Gesellschaft untergebracht ist. Damals, am 5. September, waren die acht Terroristen in den frühen Morgenstunden in das olympische Dorf eingedrungen und gezielt hierhergelaufen, zum Quartier der israelischen Sportler. Zwei der Athleten, die sich ihnen widersetzten, töteten sie sofort.






