PfadnavigationHomeRegionalesHamburgStädte verzeichnen mehr Anträge auf GeschlechtsänderungenVeröffentlicht am 05.09.2025Lesedauer: 3 MinutenDie Möglichkeit, seinen Geschlechtseintrag unkompliziert ändern zu lassen, nutzten bereits hunderte Menschen im Norden (Archivbild).Quelle: Peter Steffen/dpaDie Änderung des Geschlechtseintrags ist seit dem 1. November unkompliziert möglich. Hunderte machten davon Gebrauch. Derweil ist bundesweit eine neue Debatte über das Gesetz entfacht.Seit Inkrafttreten des neuen Selbstbestimmungsgesetzes im November 2024 haben in Schleswig-Holstein hunderte Menschen allein in den größeren Städten des Landes ihren Geschlechtseintrag geändert. Dies ergab eine dpa-Umfrage unter den kreisfreien Städten Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster sowie Norderstedt. Mit dem neuen Gesetz kann man den Geschlechtseintrag und Vornamen einfach per Erklärung im Personenstandsregister ändern lassen. Die Erklärung muss mindestens drei Monate vorher angemeldet werden Anträge konnten also schon seit August 2024 gestellt werden.Allein in Lübeck mehr als 160 ÄnderungenBisher haben allein in Lübeck nach Angaben der Stadt 163 Menschen ihren Geschlechtseintrag und ihren Vornamen ändern lassen. 67 davon leben nicht in Lübeck. Ihre Anträge wurden daher an die jeweils zuständigen Standesämter weitergeleitet, teilte Stadtsprecherin Nina Rehberg mit. Ferner liegen aktuell 31 Anmeldungen für eine Erklärung vor.Am häufigsten wurden in Lübeck Änderungen von weiblich auf männlich vorgenommen. Dies war 78 Mal der Fall. 44 Menschen ließen ihren Geschlechtseintrag von männlich auf weiblich ändern. Der Rest ließ den Geschlechtseintrag streichen (22) oder in divers ändern (19).Aus der Landeshauptstadt Kiel lagen zunächst keine aktuellen Zahlen vor. Hier hatten früheren Angaben zufolge bis zum 31. Dezember vergangenen Jahres 73 Menschen ihren Geschlechtseintrag geändert. Insgesamt lagen in Kiel damals 234 Anmeldungen auf Änderung des Geschlechtseintrags vor.So sieht es in Flensburg, Norderstedt und Neumünster ausIn Flensburg haben 100 Menschen ihre Geschlechtsangabe geändert, wie ein Stadtsprecher mitteilte. Die Option «männlich» wurde dabei 30 Mal gewählt, für «weiblich» entschieden sich 26 Personen, für die Alternative «divers» 20 und den Eintrag «ohne Geschlechtsangabe» ließen 15 Menschen vornehmen. Von weiteren 9 Anmeldungen sind 2 Personen nicht erschienen, 1 Mensch hat sich nach der Anmeldung an ein anderes Standesamt gewandt. 6 Termine stehen nach Angaben des Stadtsprechers noch aus.