Wenn eine Historikerkommission einen Fund macht, dann handelt es sich dabei in der Regel um ein Dokument, eine Akte, ein paar Blatt Papier, die in irgendeinem Kellerarchiv schlummern. Die Historikerkommission, die das Münchner Olympia-Attentat untersucht, ist nun auf etwas anderes gestoßen, ein Fundstück der außergewöhnlichen Art. Nicht aus Papier, sondern aus massivem Blech: ein Wrackteil von einem der beiden Hubschrauber, in denen in der Nacht vom 5. auf den 6. September 1972 am Flughafen Fürstenfeldbruck neun israelische Geiseln von palästinensischen Terroristen ermordet wurden.