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enn die Geschichte der deutschen „Willkommenskultur“ in politischer Hinsicht gut ausgegangen wäre, gäbe es an diesem 4. September 2025 eine Feierstunde der Europäischen Union in Brüssel. Angela Merkel würde als Ehrengast darüber sprechen, wie sie als Bundeskanzlerin vor genau zehn Jahren ganz Europa zu einem migrationsfreundlichen, ja menschenfreundlichen Kontinent gemacht hat. Und sie erhielte stürmischen Applaus für ihre historische Entscheidung, Tausende geflüchteter Menschen, die damals in Ungarn gestrandet waren, in Deutschland aufzunehmen.