Es ist kurz nach elf Uhr am Donnerstagvormittag, als eine Nachricht die Münchner Stadtspitze in Aufruhr versetzt: Die Büschl-Gruppe zieht sich aus dem Großmarkthallen-Projekt in Sendling zurück. „Wir haben weltweit keinen End-Investor gefunden, der das Vorhaben übernehmen und finanzieren will“, erklärt Ralf Büschl, Beiratsvorsitzender des Projektentwicklers. Deshalb zieht sich Büschl aus der Ausschreibung für das wohl mehrere Hundert Millionen Euro teure Bauvorhaben zurück. Das Problem für die Stadt: Der Immobilienentwickler war der einzige Interessent.
Entsprechend fallen die politischen Reaktionen aus. „Es ist wirklich äußerst bitter, dass ein so langer Prozess und die vielen politischen und öffentlichen Diskussionen nun ohne greifbares Ergebnis enden“, kommentiert Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) die Entwicklung. Auch Christian Smolka von der Fraktion aus Grünen, Rosa Liste und Volt erklärt, es sei „enttäuschend, dass nun nach mehreren Fristverlängerungen die versprochene Lösung nicht zustande kommt.“
CSU-Stadtrat Andreas Babor sagt, es sei „sehr bedauerlich, dass trotz intensiver Suche bislang kein Investor für die Großmarkthalle gefunden werden konnte“. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Christian Köning geht davon aus, dass der Neubau der Großmarkthalle durch den Rückzug der Büschl-Gruppe nicht wie geplant bis 2030 realisierbar ist.






