Ein schweres Tram-Unglück in Portugals Hauptstadt Lissabon mit 15 Todesopfern hat landesweit wie auch international Bestürzung ausgelöst. Unter den Toten seien auch Ausländer, meldete die Zeitung Expresso unter Berufung auf Mitarbeiter der Rettungsteams. Das Unglück geschah kurz nach 18 Uhr. Am späteren Abend wurde bekannt, dass mehrere Kinder verletzt sind. Fünf Menschen wurden schwer verletzt, 13 weitere leicht, wie ein Sprecher der Notfallbehörde INEM später mitteilte.
„Portugal trauert“, sagte Bürgermeister Carlos Moedas dem TV-Nachrichtensender „SIC Notícias“ sichtlich niedergeschlagen. Es sei vor allem für die Stadt Lissabon „tragisch, ein schrecklicher Abend“. Moedas rief eine dreitägige Trauer aus.
Politiker aller Parteien in Portugal äußerten ihr Mitgefühl für die Opfer des Unglücks. Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verbreitete eine Beileidsbekundung auf Portugiesisch. Die Vorsitzende des EU-Parlaments, Roberta Metsola, versicherte ihr Mitgefühl und die Solidarität aller Europäer. Portugals Präsident Marcelo Rebelo da Sousa hat ein im Präsidentenpalast vorgesehenes Buchfestival abgesagt ebenso wie sämtliche Termine an diesem Donnerstag.
Der Funicular da Glória, der bei Einheimischen auch Elevador (Aufzug) da Glória hieß, war eines von Lissabons Wahrzeichen und zählte zu den beliebtesten Touristenattraktionen der Stadt. Die sogenannte Standseilbahn verband den zentralen Platz Restauradores, der am Ende der wichtigen Straßenachse Avenida da Liberdade nahezu auf Meereshöhe liegt, mit dem höher gelegenen Ausgehviertel bairro alto.














