Der Rücktransport von Abfällen, die ein Unternehmen aus der Oberpfalz illegal in Tschechien abgeladen haben soll, wird am 8. September beginnen. Das hat die Regierung der Oberpfalz nun mitgeteilt. „Insgesamt wird mit einer Abfallmenge von über 300 Tonnen gerechnet, darunter Verbundwerkstoffe wie carbonfaserverstärkter Kunststoff (CFK) und Teile von Lithium-Ionen-Batterien“, heißt es in der Mitteilung.

Nach der EU-Abfallverbringungsverordnung hätte besagtes Unternehmen eigentlich den Müll zurücknehmen müssen. Da die inzwischen insolvente Firma dieser per Bescheid angeordneten Verpflichtung aber nicht nachgekommen ist, sorgt nun der Freistaat für den Rücktransport. Die Regierung der Oberpfalz organisiert diesen auf dem Weg einer Ersatzvornahme.

Der Geschäftsführer des insolventen Recyclingunternehmens sitzt in Untersuchungshaft. Er soll verantwortlich dafür sein, dass seit dem Jahr 2022 in 21 Fällen sowohl gefährlicher als auch ungefährlicher Müll illegal ins Ausland gebracht wurde. Seit vergangener Woche sitzt auch ein zweiter Tatverdächtiger, ein 56-jähriger Berufskraftfahrer aus Tschechien, in Untersuchungshaft. Ihm wird unter anderem zur Last gelegt, Absprachen über die illegalen Abladeplätze in Tschechien getroffen zu haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.