Energie ist schon immer ein zentrales Thema für die Industrie im bayerischen Chemiedreieck zwischen Burghausen, Trostberg und Töging am Inn. Allein an Strom benötigten die Unternehmen hier zuletzt rund fünf Terawattstunden im Jahr, was etwa einem Prozent des gesamten deutschen Stromverbrauchs betrifft. Der Stromhunger der Chemieindustrie wird sich in den kommenden Jahren wohl mindestens verdoppeln, dazu kommen enorme Mengen an Wärme und Dampf für die Produktion. Trotzdem hat sich der Chemiepark Gendorf bei Burgkirchen jetzt von Plänen für ein riesiges Biomasse-Heizkraftwerk verabschiedet. Das hätte große Mengen Prozessdampf liefern können und zusätzlich 130 000 Megawattstunden klimaneutralen Strom produzieren, was rein rechnerisch etwa dem Jahresverbrauch von 40 000 Haushalten entspricht.
Doch „veränderte Rahmenbedingungen“ hätten das Projekt unwirtschaftlich gemacht, teilte der Chemiepark-Betreiber InfraServ am Montag mit. Am Ziel der Klimaneutralität bis 2045 halte man aber unverändert fest und setze nun auf verschiedene andere Energiequellen.
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