Es kommt relativ selten vor, dass man auf dem Weg zu einer Opernaufführung innerhalb der Spielstätte an einem Friseur oder einem Dim-Sum-Automaten vorbeikommt. Ebenso selten liest man über dem Eingang zum eigentlichen Geschehen den Hinweis „OP-Schutzkleidung ablegen“. Aber da man sich gerade auf dem Weg zu einer Aufführung von Opera incognita befindet, ist das alles gar nicht so ungewöhnlich.
Seit 20 Jahren macht die Truppe, mit Andreas Wiedermann als szenischen und Ernst Bartmann als musikalischen Leiter, Oper nicht unbedingt an Orten, an denen man eine Opernaufführung vermuten würde. Manchmal schon, meist nicht. In diesen meisten Fällen entführten Wiedermann und Bartmann die Zuschauer an Orte wie das Müller’sche Volksbad (fabelhaft), auch mal in den Justizpalast (passgenau), in die Uni (dito) oder, grandios aufregend, ins Maximilians-Forum (das ist die Unterführung unter dem Altstadtring an der Maximilianstraße).
Premiere der Opera Incognita
Oper statt Vorlesung: Tschaikowskys „Mazeppa“ im Münchner Audimax
Im größten Hörsaal der LMU gelingt der Opera Incognita mit Tschaikowskys „Mazeppa“ ein musikalisch eindrucksvolles und hochaktuelles Lehrstück über die russisch-ukrainische Geschichte.






