Manchmal tut man Dinge, ohne genau zu wissen, warum eigentlich; beispielsweise, weil man sich an sie gewöhnt hat. Die Frage eines Nicht-Festival-Besuchers, worin der tiefere Sinn liege, tagelang von Kino zu Kino zu hetzen und sich Film um Film nacheinander anzuschauen, obwohl man die meisten ja auch zu Hause auf dem Sofa sehen könnte oder vielleicht im Kino um die Ecke, bloß halt ein bisschen später – die ist nicht ganz unberechtigt. Es gibt darauf aber eine klare Antwort: Bei einem Filmfest hat eine Gruppe von Menschen Hunderte Filme gesichtet und dann jene ausgewählt, die sie für wichtig erachtet. Im Idealfall ergibt sich aus dieser Auswahl ein Bild von der Welt, und man kann erkennen, ob in diesen Filmen aus unterschiedlichen Teilen der Welt die Angst grassiert oder der Eskapismus überwiegt, und manchmal spürt man auch einfach Ratlosigkeit.
"Le Mage du Kremlin" bei den Filmfestspielen Venedig: Jude Law spielt Putin
Jude Law spielt Putin in Olivier Assayas' „Le Mage du Kremlin", einem Film, der sich ein genaues Bild der Welt macht.












