PfadnavigationHomePanoramaAls Teenager belästigtKönigin Camilla „schlug Mann mit Schuhabsatz in die Nüsse“Veröffentlicht am 01.09.2025Lesedauer: 2 MinutenQueen Camilla, hier bei einem öffentlichen Termin in YorkQuelle: via REUTERS/Ian ForsythQueen Camilla gilt als schlagfertig und patent. Jetzt untermauert eine Geschichte aus ihrer Teenagerzeit diesen Ruf. Quelle der Anekdote, die in britischen Medien die Runde macht, ist ausgerechnet Ex-Premier Boris Johnson.Die britische Königin hat sich einem Medienbericht zufolge als Teenager erfolgreich gegen einen übergriffigen Mann zur Wehr gesetzt.Camilla sei Mitte der 1960er Jahre mit dem Zug nach Paddington unterwegs gewesen, als ein Mann neben ihr die Hand ausgestreckt und versucht habe, sie zu berühren, heißt es in einem Auszug aus dem Buch „Power and the Palace“ des ehemaligen „Times“-Korrespondenten Valentine Low. „Camilla sagte: „Ich habe getan, was meine Mutter mir gesagt hat: Ich habe meinen Schuh ausgezogen und ihm mit dem Absatz in die Nüsse gehauen"“, sagte Low der BBC.In Paddington angekommen, habe Camilla damals einem Uniformierten von dem Übergriff berichtet. „Das ist in gewisser Weise der entscheidende Teil der Geschichte“, sagte Low. „Sie hat sich verantwortungsvoll verhalten.“ Der Mann sei festgenommen worden. Low zufolge hat die inzwischen 78-jährige Camilla den Vorfall dem ehemaligen Premierminister Boris Johnson erzählt, als dieser von 2008 bis 2016 Bürgermeister von London war. Camilla engagiert sich seit Jahren für Opfer häuslicher GewaltDie Frau von König Charles III. steht seit Langem in dem Ruf, eine bodenständige Frau mit einer gewissen Härte zu sein. Die Geschichte fand am Montag in den britischen Medien denn auch ein breites Echo. Die Schlagzeilen reichten von „Queen wehrte Sex-Angreifer ab“ im „Daily Telegraph“ bis zu „Camilla schlug Perversem in die Eier“ im Boulevardblatt „The Sun“. Der Buckingham Palast lehnte eine Stellungnahme ab. Low sagte, ein ehemaliger Berater Johnsons habe ihm von dem Vorkommnis erzählt und die Vermutung geäußert, der Fall sei Grund dafür, dass Camilla Wohltätigkeitsorganisationen unterstützt, die mit Opfern häuslicher Gewalt arbeiten. Camilla habe gezögert, darüber zu sprechen, weil sie den Fall für zwar erschütternd, aber weniger schlimm halte als die Übergriffe, denen andere Frauen und Mädchen ausgesetzt waren. „Sie wollte nicht auf Kosten ihrer Erfahrungen die Aufmerksamkeit auf sich lenken“, sagte Low.Lesen Sie auch„Power and the Palace“ kommt Ende September in die Buchläden und beschreibt die Beziehungen zwischen der Monarchie und der politischen Führung Großbritanniens. Das Buch hat bereits Aufmerksamkeit erregt, weil Auszüge, die in der Londoner „Times“ veröffentlicht wurden, darauf hindeuten, dass die verstorbene Königin Elisabeth II. gegen die Entscheidung Großbritanniens war, die Europäische Union zu verlassen.AP/krott