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rank Meyer ist seit 2015 Oberbürgermeister von Krefeld. In Nordrhein-Westfalen gelingt es nur noch einem guten Dutzend der 430 Kommunen, ihre laufenden Ausgaben zu bezahlen, ohne Schulden zu machen und also einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen. Meyer warnt, die finanzielle Lage der Städte und Gemeinden sei dramatisch.
SZ: Herr Meyer, Krefeld hat in den vergangenen Jahren Geld zurückgelegt und kann deshalb seinen Haushalt für 2025 ausgleichen. Die meisten anderen Kommunen in NRW können das nicht. Waren die zu verschwenderisch?
Frank Meyer: Über andere Kommunen rede ich grundsätzlich nie. Wir haben in der Tat in den letzten Jahren gute Haushaltsergebnisse erwirtschaftet und entsprechend auch Rücklagen aufgebaut. Damit konnten wir Schwankungen ausgleichen. Das hilft uns jetzt in der schwierigen Finanzsituation unserer Stadt – so kommen wir noch im Doppelhaushalt 2024/2025 über die Runden. Allerdings sind wir an einem Punkt, wo das nicht mehr länger funktioniert.
Sie hatten als Oberbürgermeister keine guten Startbedingungen. 2014, kurz vor Ihrem Amtsantritt, hatte die Stadt nur einen Nothaushalt. Trotzdem konnten Sie Geld zurücklegen. Kann man von Krefeld sparen lernen?






