Kabul (dpa) - Bei mehreren Erdbeben im Osten Afghanistans sind nach Angaben der regierenden Taliban mehr als 600 Menschen ums Leben gekommen. Ein Sprecher des Innenministeriums sprach gegenüber der Deutschen Presse-Agentur von mindestens 610 Toten und mehr als 1.300 Verletzten in den Provinzen Kunar und Nangarhar. In der Provinz Kunar seien zahlreiche Häuser vollständig zerstört, hieß es weiter.
Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS hatte das erste Erdbeben eine Stärke von 6,0. Demnach ereignete es sich gegen Mitternacht an der Grenze zu Pakistan in einer Tiefe von acht Kilometern. Es folgten mehrere Nachbeben.
Wie Behörden in Nangarhar mitteilten, sind Helikopter im Einsatz, um Verwundete aus den betroffenen Gebieten zu fliegen. Ein Video des afghanischen Nachrichtensenders Tolonews zeigt Menschen, die in Trümmern nach Überlebenden suchen.
„Ich bin in voller Solidarität mit den Menschen in Afghanistan nach dem verheerenden Erdbeben, das das Land heute früh heimgesucht hat“, schrieb UN-Generalsekretär António Guterres auf X.
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